Welche Gartenmöbel sind wetterfest?

Welche Gartenmöbel sind wetterfest?

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welche gartenmöbel sind wetterfest
Wetterfeste Gartenmöbel – eine Kaufberatung
Nichts ist schöner, als in einer lauen Sommernacht im Garten oder auf dem Balkon zu sitzen. Zu zweit bei einem Glas Wein oder bei der Grillparty mit Freunden – wir machen’s uns gern gemütlich.

Doch wer im Frühjahr auf Shoppingtour geht, wird bald feststellen: Die Auswahl an Gartenmöbeln ist riesig, und die Materialvielfalt kann schnell verwirrend werden. Welche Möbel sind denn nun wirklich wetterfest?

Kunststoff – klassisch oder ganz modern

Die klassischen Plastik-Gartenstühle kennt wohl jeder. Sie sind preiswert und leicht zu pflegen. Ein nasser Lappen und ein wenig Spülmittel genügen. Mit bunten Auflagen aus Stoff werden selbst Omas alte Monoblockstühle wieder hübsch. Auch bei den Polstern gibt es wasserabweisende und schnell trocknende Materialien. Am besten sind die Polster bei Regen in einer wasserfesten Box aufgehoben.

Einer der neuesten Wohntrends sieht auf den ersten Blick gar nicht nach Kunststoff aus: Loungemöbel aus Polyrattan. Klassische Rattanmöbel sind ein Naturprodukt. Sie werden aus den Zweigen der Rattanpalme geflochten. Polyrattan hingegen besteht aus langen Kunststoff-Schnüren. Diese werden um ein Metallgestell herumgeflochten. Bei solchen Möbeln sollten Sie nicht zu knauserig sein. Gute Polyrattanmöbel werden in Handarbeit hergestellt. Deshalb haben sie ihren Preis.

Metall – Romantik oder High-Tech

Hübsch sind sie ja, die alten Stühle aus Stahlrohr oder Gusseisen. Stabil sind sie auch. Allerdings können sie ganz schön schwer sein. In der Sonne werden sie außerdem schnell heiß.

Gepflegt sein wollen sie natürlich auch. Ab und zu müssen sie nachlackiert werden. Scharniere bei Klappstühlen sollten gelegentlich geölt werden. Sonst droht Rost. Heutzutage sind Metallmöbel oft aus Aluminium oder rostfreiem Edelstahl. Aluminium hat den Vorteil, dass es sehr leicht ist.

Moderne Gartenmöbel aus Metall werden mit ausgefeilten Techniken wetterfest gemacht: Es gibt Pulverbeschichtungen mit wohlklingenden Namen wie Elotherm oder das aufwendige Thermosint-Verfahren. Dabei macht eine Mischung aus Aluminium und speziellen Kunststoff-Teilchen die Oberflächen glatt und besonders widerstandsfähig. Scharfe Ecken und Kanten gibt es bei Thermosint-Beschichtungen nicht. Deshalb sind sie besonders kindersicher.

Für Naturfreunde: Gartenmöbel aus Holz

Am beliebtesten sind immer noch Möbel aus Holz. Die bereits erwähnten Rattanmöbel gehören dazu. Sie sind zwar schön anzusehen, aber auf Sonne und Regen reagieren sie empfindlich. Daher ist Rattan höchstens für überdachte Standorte oder den Wintergarten geeignet. Holz leidet zudem bei Frost. Holzmöbel sollten Sie über den Winter ins Haus holen.

Holz braucht besondere Pflege: Es sollte mindestens einmal im Jahr geölt werden. Auch Lasuren müssen gelegentlich angeschliffen und erneuert werden. Eine Abdeckung hilft, die Zeit zwischen den Pflegevorgängen zu verlängern.

Viele Holzmöbel für draußen werden selbst heute noch aus den umstrittenen Tropenhölzern angefertigt. Allen voran: Teakholz. Es ist sehr widerstandsfähig und deshalb auch so beliebt. Oft versuchen Hersteller, mit Umweltzertifikaten nachzuweisen, dass sie verantwortungsvoll mit dem Regenwald umgehen. Nur eines davon empfehlen die Verbraucherzentralen: das FSC-Siegel. Das Kürzel steht für „Forest Stewardship Council“. Trotzdem bleibt zu bedenken, dass das Holz meistens aus Südostasien kommt. Die Arbeitsbedingungen dort und die genaue Herkunft des Holzes sind schwer nachzuprüfen. Gute Alternativen sind heimische Hölzer wie Robinie, Eiche oder Douglastanne. Mit Leinöl lassen sich auch diese Hölzer wetterfest machen.

Am Ende entscheidet der Geschmack

Es gibt viele verschiedene Arten von Möbeln für den Garten oder Balkon. Lassen Sie Ihren Geschmack entscheiden. Bedenken Sie aber auch, wie viel Zeit Sie für die Pflege Ihrer Möbel aufwenden möchten. Denken Sie an die Zukunft. Hochwertige, nachhaltig hergestellte Möbel kosten zwar mehr, machen dafür aber länger Freude.